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 Boxen: Ein Faustfeuerwerk beim Handball-Jubiläum

Boxen in LanggönsFolgender Artikel stammt von www.anzeiger.net

Gerd Graf LANGGÖNS. Die aus Anlass ihres 75jährigen Bestehens jubilierenden Handballer der SG Langgöns/Dornholzhausen haben ihr umfangreiches Festprogramm am Samstagabend mit einem sportlichen Angebot bereichert, das nicht zum vielfältigen Angebot der örtlichen Vereine gehört. Boxen stand auf dem Programm, und zwar mit dem Vergleich zwischen einer Hessenauswahl und einem Team aus Belgien. Der erhoffte Erfolg blieb nicht aus, denn rund 450 Besucher umsäumten den Ring in der Langgönser Karl-Zeiss-Sporthalle, die sich als ideale Stätte für weitere Boxkämpfe empfahl, zumal dieser Box-Ländervergleich beim Publikum sehr gut ankam...

Das lag an den Protagonisten im Ring, die ein Faust-Feuerwerk von beachtlichem Niveau darboten. Erfreulich, dass dabei vor allem die Technik nicht zu kurz kam, was deutlich machte, dass Boxen und Schlägerei – wie sie beispielsweise manchmal in den Profiringen geboten wird – nichts miteinander gemein haben.

Der Jubelverein gab der durch eine eindrucksvolle Vorstellung der Dornholzhäuser Taek-Wan-Do-Abteilung und der „Aerobic-Fun-Kids“ eingeleiteten Veranstaltung einen fast profimäßigen Rahmen. Claus Reeh imitierte bei der Ansage den amerikanischen Ringsprecher Mikel Buffer im Outfit und in der Betonung. Die charmante Sopranistin Christel Reeh sang auf einer ihr ungewohnten Bühne, nämlich dem Boxring, beide Nationalhymnen. Beide Mannschaften wurden mit Lichtspots und im wallenden Nebel an den Ring geleitet. Für die richtige Stimmung, die sich im Verlauf des Abends noch steigerte, war damit gesorgt.

Die Verantwortlichen der Staffel aus der ehemaligen deutschen Stadt Eupen, die ein wenig Berührungsängste mit dem Begriff „Länderkampf“ hatten, stapelten dabei etwas tief. Denn ein Blick in die Startbücher bewies, dass im Gästeteam nicht nur Boxer aus dem Bereich der deutschsprachigen Gemeinschaft um Eupen, sondern aus ganz Belgien standen. Sogar zwei Anleihen aus der benachbarten deutschen Grenzstadt Aachen boxten im belgischen Trikot. Es war ein starkes belgisches Team, das die Reise ins Mittelhessische angetreten hatte. Der 14:4-Sieg steht dafür, wobei mit einiger Einschränkung aber keineswegs entschuldigend festgestellt werden muss, dass kurzfristige Absagen die gastgebende Hessenstaffel in Verlegenheit brachte, was aber außer im zu deutlichen Resultat keine negative Folgen hatte. Die Kämpfe waren fast ausnahmslos ausgeglichen, die Unterschiede zwischen Sieg und Niederlage äußerst knapp und manchmal nur dem geübten Auge der fehlerlos arbeitenden Kampfrichter erkennbar. Nur in einem Kampf bot einer der beiden belgischen Ringrichter eine schwache Vorstellung, als er den mit vielen Unarten wie Innenhand- und Nierenschlägen aufwartenden Mittelgewichtler Michael Henrotin nicht zur Ordnung rief oder gar verwarnte. Das war allerdings kein Wunder, wenn man weiß, dass dieser belgische Boxer zur Zeit der aussichtsreichste Fighter seines Landes ist und seine Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Athen zuweilen gemeinsam mit der deutschen Nationalmannschaft betreibt. Die Hilfe seines Ringrichters benötigte Michael Henrotin allerdings, damit er gegen den einen Kopf kleineren aber beherzt die körperlichen Nachteile durch enormen Angriffsgeist ausgleichenden Alexander Mezker vom „Boxteam Phillippinenhof“ in Kassel wenigstens noch ein Unentschieden erhielt. Dieser Kampf war einer der Höhepunkte des Kampfabends.

Das zweite Highlight setzten die Leichtgewichtler. Der für den BC 70 Wetzlar boxende Solmser Nationalstaffelboxer und ehemalige Deutsche Juniorenmeister Viktor Weissenburger dominierte in den beiden ersten Runden dank seiner ausgefeilten Kontertechnik im Duell zweier Rechtsausleger den starken belgischen Meister Karem Boyadzhan deutlich, wodurch er sich zu einer etwas leichtsinnigeren Kampfweise in Runde drei hinreißen ließ. Die Quittung bekam er in Form eines rechten Hakens, der ihn zwischen die Seile warf, wo er sich vom Ringrichter das kleine Einmaleins bis „acht“ anhören musste. Weissenburger, bis dahin auf offener Szene mit Ovationen des Publikums bedacht, hatte etwas den Faden verloren, was sein Gegner mit stürmischen Attacken zu nutzen verstand. Der Punktvorsprung des Solmsers schmolz dahin. Das Unentschieden, das sich beide Boxer in diesem mit vielen technischen Kabinettstückchen angereicherten Kampf verdienten, war die beste und richtige Entscheidung.

Neben den zehn Kämpfen im Ländervergleich gab es noch drei Fights zwischen hessischen Boxern mit Gegnern aus Neckarsulm und Augsburg, darunter als sogenannten „Rausschmeißer“ zum Abschluss ein Gefecht im Superschwergewicht, das der bayerische Meister Markus Scherer gegen den amtierenden jugoslawischen Meister Andek Bojan gewann. Dieser Kraftakt der Zwei-Zentner-Männer war so recht nach dem Geschmack des Publikums, das voll auf seine Kosten kam.




 
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